Hardware

Damit alles richtig zusammen spielt, muss schon die Hardware passen. Man kann einiges mit Software auffangen, aber das ist ein aufwendiger Weg. Besser man macht sich vorher Gedanken.

APLus Gehäuse, schwarz im HiFi-Format mit teilweise verspiegelter Front aus gebürstetem Alu.

Das Gehäuse ist ein Aplus im eleganten HiFi-Style, damit es sich harmonisch in's Wohnzimmer einpaßt.

Es gibt natürlich kleinere Lösungen, die für einen reinen Wohnzimmerbetrieb völlig reichen würden. Bei diesen ist aber der Platz im inneren auch sehr viel begrenzter, was zu Lasten der Ausbaubarkeit geht. Es gigt sehr schlanke Modelle im ITX- oder miniITX-Format, dort kann aber weder ein optisches Laufwerk, noch eine zweite Festplatte untergebracht werden. Auch die Abwärme der verbauten Komponenten war ein Veto gegen diese Lösung. Da der Rechner zum Schneiden und Recoden der TV-Aufnahmenverwendet wird, war mir ein zügiger Prozessor und ausreichend Arbeitsspeicher wichtig, beides wäre in einem kompakten Gehäuse ein Problem geworden, welches nur mit aktiver Kühlung zu lösen wäre - inakzeptabel in der guten Stube.

Innenansicht des Wohnzimmer-PCs. Unaufgeräumt aber zweckmäßig

Im Innern des Rechners werkelt ein Intel Core(TM)2Duo E8500 auf einem original Intel DG45ID-Mainboard. Viel sehen tut man davon nicht, da es etwas eng im Gehäuse zu geht.

Gar nicht zu sehen sind aktive Kühlmassnahmen auf dem Mainboard selbst. Alle aktiven Komponenten sind passiv gekühlt, was Lärmentwicklung durch kleine schnelllaufende Lüfter verhindert.

Links ist der Laufwerkskäfig mit angebauten Kühlkörpern zu sehen, wichtig, da der Rechner schon mal tagelang am Stück läuft und auch dann keine Wärmestau an der Festplatte entstehen soll.

Blick auf den CPU-Kühler von der Seite

Den Prozessor habe ich boxed, also inklusive Lüfter, gekauft. In nach hinein die falsche Entscheidung. Der Standard-Luftquirl, den Intel liefert, ist natürlich nicht auf Geräuschemission, sondern auf effiziente Kühlung hin optimiert. So stand der erste Umbau schon weinige Wochen nach der Inbetriebnahme an: Ein leiserer Prozessor-Kühler mußte her.

Die Wahl fiel auf einen ArticCooler Alpine 7, ein guter Kompromiss zwischen Preis und Leistung. Es gibt natürlich auchandere Wege die zum Ziel führen: eine rein passive Kühlung, Wärmeabfuhr über Heatpipes, oder als etremster Ansatz eine Wasserkühlung. Diese hatte es auch wegen des möglichen optischen Reizes in die nähere Wahl geschafft, aber der Aufwand und das Risiko einer Flutung war mir dann doch zu hoch.

Hier schön zu erkennen ist, das die North-Bridge, also der Chip, der den Prozessor mit dem Rest der Welt verbindet, passiv gekühlt ist. Ein Punkt auf den man beim Mainboard-Kauf Acht geben sollte. Gerade die schnell drehenden Lüfter dieser Komponenten führen später zu unangenehmen Geräuschen und lassen sich, wenn überhaupt, nur schwer austauschen.

Blick von hinten in das Innere des Gehäuses, die rechtes außenseite ist noch im Beld zu sehen.

Das Netzteil sitzt, entgegen jeder Norm, vorne im Gehäuse, direkt hinter dem Display. Auf der rechten Seite ist der Luftansaug-Kanal zu sehen, der im vorderen Bereich mit einem zusätzlichen Propeller zur Warmluftentsorgung versehen werden kann. Da diese Maßnahme nicht nötig war, habe ich den Ausschnitt mit einem Stück Pappe verschlossen. Durch den Kanal "atmet" das Netzteil, es wäre also nicht gut, wenn die aufgeheizte Luft wieder in den Gehäuse zurück strömen würde.

Grossaufnahme der Tuner-Karte

Für TV-Aufnahmen ist eine TerraTec Cinercy C PCI inkl. CI-Modul-Schacht und MasCom AlphaCrypt-Karte zuständig. Über Kabel sind bei uns ARD, ZDF und ARTE in HD empfangbar, ein echter Augenschmaus.

Als nächste Anschaffung ist die neue Cinergy T PCIe Dual geplant. Wichtig bei der Planung vopn TV-Aufnahme-Rechnern: Es kann immer nur ein Hersteller und Treiber-System installiert werden. Da TerraTec für alle seine Karten das gleiche Treiber- und Software-Paket nutzt, fiehl hier die Entscheidung mit dem Blick auf eine spätere Erweiterung leicht.

Blick auf die Rückseite des Rechners mit verschiedenen Anschlüsseln: rund, eckig, schwarz und bunt.

Die Anschlüsse, die das DG45ID bereitstellt sind übersichtlich: Ein DVI, sowie ein HDMI-Anschluss ermöglichen FullHD-Wiedergabe von Filmen. Etwas das mich masslos aufregt ist, das Intel die Verschlüsselung des Video-Signals beim Windows XP -Treiber nicht eingebunden hat. Ich besitze also einen BlueRay-fähigen Rechner, kann aber keine hochaufgelösten Inhalte sehen, weil der Treiber es nicht her gibt. Es steht also ein Upgrade auf Windows 7 oder der Einbau einer Grafikkarte in's Haus. Eine Herausforderung, der ich mich noch stellen muss.

Der FireWire, IEEE1394, war als schnelle Alternative zu USB gedacht, wurde aber von der Realität überholt.

Sechs USB2-Anschlüsse bietet genug Konnektivität für Peripherie.

Zwischen den USB-Buchsen liegt, rot, der eSATA-Anschluss, hier kann eine extere Festplatte ihre Daten abliefern. Die

onBoard-Netzwerkschnittstelle arbeitet mit der Intel-typischen Zuverlässigkeit und mit bis zu 1GBit/s.

Eine ganze Hand voll Klinkenbuchsen für Lautsprecher und Mikrofone und ein optischer SPDIF-Ausgang schließen den Reigen ab.

Rechner im Betrieb, der Einschaltknopf ist von einem blauen Lichtring umgeben. In der verspiegelten Fläche ist hellgrüner Text zu sehen.

Zusammengeschraub und ordentlich im Schrank verbaut, sieht man kaum noch, dass es sich um einen Computer handelt. Man könnte ihn auch für einen überzüchteten DVD-Recorder erster Baureihe oder einen HiFi-Verstärker halten.

Aber die Aufkleber (Mann ist halt doch Angeber) und die Anzeige verraten, was sich hinter der gebürsteten Alu-Front versteckt.

Das DVD-Logo von der Laufwerksblende hätte ich gerne entfernt, dahinter steckt schließlich ein BlusRay-Leser. Aber das Risiko, die Front zu beschädigen war mit zu hoch. Immerhin kostet das Chassis allein so viel wie ein Netbook.

Schwarze Kegel stehen auf dem Boden, die den Rechner tragen. Die Spitzen der Kegel ruhen in kleinen Metallringen unter dem Gehäuse.

Trotz der ganzen Lärmvermeidungsmaßnahmen entwickelt das Gerät ein unangenehmes Brummen. Dieses wird durch die große Schrankwand in der er steht noch verstärkt.

Da ich gerade neue Lautsprecher gekauft hatte, wurde der Rechner mit Spikes akustisch entkoppelt, was die Störgeräuche zwar nicht völlig verschwinden läßt, sie aber auf ein Minimun reduziert. Durch den zusätzlichen Raum verbessert sich auch die Luftzirkulation. Es ist doch erstaunlich wie viel Wärme hier entwickelt wird.

Hardware-Konfiguration



Gehäuse: APLus CS GL-2, schwarz [Testbericht]

Mainboard: Intel DG45ID [Testbericht]

Prozessor: Intel DualCore E8500 [Testbericht]

Arbeitsspeicher: 2x Kingston 1GB, DDR2, 800MHz

Festplatten: 

für Betriebssystem und Daten:Seagate st3750840sce, 750GB [leider kein Testbericht]

für TV-Aufnahmen: Samsung HD103UJ, 1TB [Testbericht]

TV-Karte: TerraTec Cinergy, C PCI HD CI  [Testbericht]

CI-Modul: MacCom AlphaCrypt [Testbericht]

Fernbedienung: Soundgraph iMON + VFD Display [Testbericht]